Johannes der Täufer, Überbach

Filialkirche Johannes der Täufer, Überbach

Vermutlich wurde sie als Eigenkirche der Überbacher Burg Im 14. Jahrhundert gegründet. Eine Neuausstattung von 1690 bestimmt im wesentlichen das heutige Innere. Bemerkenswert neben vielen anderen Kostbarkeiten sind die getäfelte Decke und die Figuren am Chorbogen, die die Patrone der Bauern, St. Leonhard und St. Sylvester, darstellen.

Mesnerin: Frau Elisabeth Kling

Kirchenverwaltung Überbach

Pfarrer Dr. Martin Awa, Vorstand der Kirchenverwaltung
Erwin Kling, Kirchenpfleger
Josef Lipp
Karin Musch
Florian Nowotny
Franz Orth

Freunde der Dorfkirche St. Johann und St. Vitus Überbach e.V.

Freunde der Dorfkirche St. Johann und St. Vitus Überbach e.V.

Freunde der Dorfkirche St. Johannes und St. Vitus Überbach

Weihnachten 2020

Sehr geehrte Mitglieder,

liebe Freunde der Dorfkirche St. Johannes und St. Vitus in Überbach,

Das Jahr 2020 ist für uns alle durch das Corona-Virus ein außergewöhnliches Jahr geworden. Wir alle spüren die Auswirkungen im beruflichen wie auch im  privaten Leben. Wer hätte vor einem Jahr gedacht, dass uns eine derartige Pandemie bedroht, und zwar überall auf der Welt. So sind auch wir vom Förderverein von dieser Situation betroffen gewesen. Manche von uns angedachte Veranstaltung oder Konzert konnte nicht einmal mehr geplant werden. Gerade in diesen Tagen, sind wir Ihnen besonders dankbar für Ihre Mitgliedschaft und die Bereitschaft uns durch Ihren Mitgliedsbeitrag zu unterstützen.      
                                                                                                                                                                   
Noch im Februar bei der Lichtfeier zu Maria Lichtmeß in unserer Dorfkirche, fand neben dem Blasiussegen auch die Segnung der Agathabrote durch Pfrarrer i. R. Xaver Wölfle statt. Der Erlös der Agathabrot-Aktion  kommt der von der Kirchenverwaltung geplanten Mariengrotte neben Kirche zu Gute. Ein ganz besonderer Dank gilt erneut Frau Alexandra Gayer und Mesmerin Frau Elisabeth Kling, die die Agathabrot-Aktion durchführten, bevor der erste Lockdown auch unsere Vereinsaktivitäten nahezu lahmlegten.
Im März konnten  einige  Mitglieder des Fördervereins, unter Einhaltung der Corona-Auflagen, den Graben um den Turmsockel mit Kies wieder auffüllen. Hier wurde nun eine Noppenfolie an der Wand und unter die oberste Drainage eingebracht, um eine Versickerung  von Wasser in den Untergrund zu verhindern. Es wird sich die nächsten Jahre zeigen, ob die Maßnahme den gewünschten Erfolg bringt, und der Feuchtigkeitseintrag am Turm und in der Sakristei reduziert werden konnte.
Alle übrigen  Veranstaltungen von Jahreshauptversammlung über Maiandacht bis zum festlichen Patrozinium  in unserer Dorfkirche mussten abgesagt, und zeitweise sogar die „normalen“ Gottesdienste eingestellt werden.
Da die  Fronleichnamsprozessionen überall abgesagt wurden, gestaltete der Verein für Gartenbau Überbach  dankenswerterweise  zum Ersten mal einen herrlichen Blumenteppich in unserer Dorfkirche. Herzlichen Dank den beteiligten Damen und allen Beteiligten.                                    

Aufgrund der günstigen Witterung organisierte Kirchenpfleger Erwin Kling am Johannistag den 24.Juni kurzfristig einen Freiluftgottesdienst neben der Kirche mit Pfr. Xaver Wölfle und einer begrenzten Anzahl Besucher auf einer abgesteckten Fläche.
 
Bei strahlendem Sonnenschein konnte am Erntedanksonntag eine neue Marienfigur für die Filialkirche in Überbach gesegnet werden. Pfarrer i.R. Xaver Wölfle, als gebürtiger Überbacher, gestaltete die Segnung mit  Andacht unter dem Aspekt des Rosenkranzmonats Oktober. Die Statue  stellt Maria dar, die  uns Jesus als  Erlöser  der Welt schenkt. Die Welt symbolisiert durch die Erdkugel in der Hand des Jesuskindes. Damit  ist die, an den barocken Stil der Kirche  angepasste Figur, durchaus  auch zeitgemäß für die  Krisen unserer Zeit, von Unmenschlichkeit  und  Umweltzerstörung. Die Marienfigur  konnte über die Schnitzerei Ludwig Egger Hergensweiler, aus Südtirol  beschafft werden, und wurde von zwei Mitgliedern  des Förderverein „ Freunde der Dorfkirche St. Johannes und St. Vitus“ in Überbach  finanziert  Aufgrund der Coronabeschränkungen, und der großen Anzahl von Gläubigen  fand die Feier vor der Kirche statt. Der Blumenschmuck, und der für diesen Tag gestaltete Erntedankaltar, der nach der Segnung zu besichtigen war, wurde vom Verein für Gartenbau und Landschaftspflege  Überbach  gestaltet.                                                                                                                                 
Nach einigen Lockerungen im Sommer befinden wir uns nun in der zweiten Corona-Welle. Wie es im kommenden Jahr weitergeht, hängt ganz von der Entwicklung der Pandemie ab.  Momentan ist leider nicht definitiv planbar welche Aktivitäten wir im kommenden Jahr durchführen oder veranstalten können.
Im kommenden Jahr werden wir der Kirchenverwaltung vorschlagen, die zu öffnenden Flügel der Kirchenfenster mit Vogelschutzgittern zu versehen, damit sich zukünftig keine Vögel mehr in die Kirche verirren. Im vergangen Jahr haben  zahlreiche Vögel  im Kircheninnern zu Verunreinigungen geführt.
Einladen dürfen wir sie noch für unseren  Jahresschlussgottesdienst, als Vorabendmesse am Mittwoch den 30. Dezember um 19.00 Uhr. Natürlich  weiterhin mit Abstandsregelung und  Mund - und Nasenschutz.
Herzlichen Dank  unseren Mitglieder des Verwaltungsrates und den Helfern für die uns geopferte Zeit, den guten Rat und die kraftvolle Unterstützung  in den vergangenen  Jahren, ohne die manches Projekt und Aufgabe  in dieser Form nicht zu bewältigen gewesen wäre.

Allen unseren Mitgliedern, Freunden, Helfern und Gönnern
wünschen wir
eine friedvolle und gesegnete Weihnachtszeit
und einen guten Start in das neue Jahr, vor allem aber eine gute Gesundheit.
 
„Möge uns der Glaube an Jesus Christus in dieser Zeit  Trost und Zuversicht spenden.“   

Mit herzlichen Grüßen  ihre Vorsitzenden

                       gez. Johann Wölfle                                                    gez. Andreas Rupp
                          1. Vorsitzender                                                           2. Vorsitzender

Neue Marienfigur gesegnet

Bei strahlendem   Sonnenschein  konnte am Erntedanksonntag eine neue Marienfigur  für die Filialkirche in Überbach  gesegnet werden. Pfarrer i.R. Xaver Wölfle, ein gebürtiger Überbacher, gestaltete die Segnung mit   Andacht unter dem Aspekt des Rosenkranzmonats Oktober. Die Statue  stellt Maria dar, die  uns Jesus als  Erlöser  der Welt schenkt. Die Welt symbolisiert durch die Erdkugel in der Hand des Jesuskindes. Damit  ist die, an den barocken Stil der Kirche  angepasste Figur, durchaus  auch zeitgemäß für die  Krisen unserer Zeit, von Unmenschlichkeit  und  Umweltzerstörung. Die Marienfigur  konnte über die Schnitzerei Ludwig Egger  Hergensweiler, aus Südtirol   beschafft werden, und wurde von zwei Mitgliedern  des Förderverein „ Freunde der Dorfkirche St. Johannes und St. Vitus“ in Überbach   finanziert. Aufgrund der Coronabeschränkungen, und der großen Anzahl von Gläubigen  fand die Feier vor der Kirche statt. Der Blumenschmuck, und der für diesen Tag gestaltete Erntedankaltar, der nach der Segnung zu besichtigen war, wurde vom Verein für Gartenbau und Landschaftspflege  Überbach gestaltet.

 

 

Lichtfeier in Überbach

Bei der Lichtfeier zu Maria Lichtmeß in der Filialkirche in Überbach , fand neben dem Blasiussegen auch die Segnung der Agathabrote durch Pfrarrer i. R. Xaver Wölfle statt. Der Erlös der Agathabroteaktion  kommt der geplanten Mariengrotte neben  Kirche zu Gute.

Erntedank in Überbach

Schon zum fünften mal  gestaltete der Verein für Gartenbau und Landschaftspflege Überbach den Erntedankaltar  in der Filialkirche St. Johannes und St. Vitus.
Text /Bild: Wölfle

Geschichte der Filialkirche St. Johannes der Täufer und St. Vitus

Patrozinium: St. Johannes 24. Juni, St. Vitus 15. Juni
Die Filialkirche St. Johannes in Überbach (am oberen Bach) ist wohl als Eigenkirche der Burg gegründet worden - 1388 ist dort ein Heinrich der Ritzner erwähnt - und dürfte 1533 unter dem bestehenden Patronat des Blasius Vorner von Überbach erneuert worden sein.

Die Kirche, ein Saalbau mit eingezogenem dreiseitig geschlossenem Chor unter Stichkappentonne und einem Satteldachturm im nördlichen Winkel ist im Kern spätgotisch. Ihr Langhaus wird zunächst aus zwei Stichbogenfensterachsen gebildet, westlich verlängert um ein leicht ausspringendes Emporenjoch mit je zwei seitlichen Rundfenstern. Das Glockengeschoß mit zwei gekuppelten rundbogigen Schallöffnungen mit achteckigen Zwischensäulen ist aus Tuffstein gemauert.

Trotz einer Renovierung im 19. Jh. bestimmt das heutige Innere die um 1690 erfolgte Neuausstattung, wobei die Ausmalung vermutlich Georg Wassermann (1652-1710) aus Autenried übernahm, der 1691 gerade für die Kirche in Immenthal bei Obergünzburg tätig war. Das Deckenfresko im Chor zeigt die Taufe Jesu im Jordan. Die vom Überbacher Kunstschreiner Hans Neher stammende getäfelte Decke des Langhauses ist in verschiedenen Felderungen mit Akanthusrankenwerk und Sonnenblumen bemalt. Auf den gleichzeitigen Tafelbildern ist in der Mitte (Vierpassfeld) die Marienkrönung dargestellt, umgeben von den Evangelisten (Oktogone). Die hölzerne Emporenbrüstung beinhaltet in ihren neun Rechteckfeldern Gemälde des hl. Vitus, dem zweiten Patron der Kirche, zwischen Christus, Maria und je drei Apostelpaaren; an der Emporenunterseite Rosetten. Der wohl ebenfalls von Hans Neher gefertigte Hochaltar zeigt zwischen gedrehten Säulen das 1668 vom Kemptener Maler Pelagius Ertinger (1635-1706) signierte Altarblatt mit der Hl. Familie - 1927 erhielt die Filialkirche das Allerheiligste, wofür dann der neubarocke Tabernakel eingepasst wurde; über dem Altargemälde schwebt die Hl.-Geist-Taube in Akanthuswerk auf dem gesprengten Segmentgiebel. An den Seiten unter Voluten Holzplastiken des mittleren 17. Jh.: hl. Johannes d.T. und hl. Vitus.

Die im 19. Jh. vereinfachte und ohne Schalldeckel erhaltene Kanzel ist um 1690 entstanden und wie der Altar mit Hans Neher in Verbindung zu bringen. Ihr fünfseitiger Korb besitzt außen gedrehte Säulchen auf Engelskopfkonsolen, die Zwischenfelder sind mit Intarsienornamenten gestaltet.

Die Altarblätter der in den 1960er Jahren entfernten barocken Seitenaltäre hängen im Chorraum und zeigen erneut die Taufe Christi, wohl Ende 17. Jh. und den hl. Antonius, 2.Hälfte 18.Jh. Ehemals im Auzzug stand die kleine, jetzt als Einzelplastik den Chorbogen zierende Figur des hl. Sylvester, um 1480. Der hl. Leonhard gegenüber (1. Hälfte 19. Jh.) stammt aus der Dietmannsrieder Pfarrkirche und wurde 1965 gegen einen hl. Georg ausgetauscht.

An weiteren Holzfiguren birgt das Kirchenschiff ein barockes Kruzifix mit Schmerzensmutter und einen Christus an der Geißelsäule (Wiestypus). Das nazarenische Heilandsbild par excellence vertritt der wohl um 1900 entstandene Gute Hirte über dem Kanzelkorb.
Ganz nazarenisch auch die bunt umrandeten Glasfenster, die im Chor die Glasmalereien mit dem Jesus- und Johannesknaben enthalten. Sie wurden 1903 von der K.B. Hofglaserei F.X. Zettler, München, geliefert.

Die vom akad. Maler Ludwig Fischer, Günzach, geschaffenen Kreuzwegstationen kamen 1904 in die Kirche. Ein bemerkenswertes Votivbild von 1808 unter der bemalten Emporendecke zeigt die Kreuzigung Christi mit Armen Seelen im Fegefeuer. Gegen 1700 gefertigte geschwungene Stuhlwangen mit geschnitzten Akanthusranken ergänzen das moderne Gestühl.

Seit Silvester 2002 erklingt soli deo gloria, eine Pfeifenorgel, die vom Förderverein Orgelmuseum e.V. Valley erworben werden konnte. Das einmanualige Intrument mit sechs Register war 1878 durch den Münchner Orgelbaumeister Max Maerz für die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Birkenstein (Lkr. Miesbach/Obb.) angefertigt worden. Zur erneuten Vervollständigung des durch Kriegsabgaben mehrmals in Mitleidenschaft gezogenen Geläuts kamen im Jahre 1951 zur Josefs-Glocke von 1924 (Fa. Andreas Hirth, Kempten), die von der Gemeinde Überbach gestiftete Johannes d.T.-Glocke ZU EHREN DER GEFALLENEN HELDEN DER KRIEGE 1914-18 1939-45 und die von Familie Hans Moser gestiftete Leonhard-Glocke (Fa.E.Gebhard,Kempten) in den Turm.

Eine Christophorus Figur, als Nachbildung aus der Dachauer Gegend, ziert seit 2016 die Überbacher  Filialkirche. Es ist die einzige Darstellung eines Christophorus  in der Pfarreiengemeinschaft Dietmannsried.
Der hl.  Christophorus  gilt heute als Schutzparton der Reisenden, Kraftfahrer , Gärtner, Zimmerleute, Kinder, und Schwangeren, damit wären auch Fahrzeugsegnungen  möglich, da  die Dorfkirche direkt an der Straße liegt. Er hilft auch gegen Unwetter, bei allen Wassergefahren und hat damit einen Bezug zum Seebach als Helfer gegen Hochwasser.

Kirche Überbach
Kirche Überbach
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Kirche Überbach
Kirche Überbach
Kirche Überbach
Kirche Überbach
Deckengemälde - Taufe Jesu im Jordan
Der Auferstandene - restauriert 2008